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Anfangs Juni beginnt immer noch im Smålandsfahrwasser. Wir segeln von Vejrö, einer Insel mit sehr guten Hafen und einem Luxusresort -( vejroe.dk ), über den Langelandsundet ins Sydfinske Ø-hav. Dort verschlägt es uns in den Hafen von Lohals (auf unserer Liste -Orte die man nicht besuchen muss- ziemlich weit oben...)
Ein weiterer schöner Segeltag bringt uns wieder einmal nach Svendborg. Ein kleines Städtchen, welches wir vor ca. 10 - 15 Jahren schon 2 x besucht haben und uns gut gefällt (Unter anderem auch der Fischhändler direkt am Hafen).
Nach Svendborg, dem südlichsten Punkt unseres diesjährigen Segeltörns, geht es, um Seglerfreunde zu besuchen, in den kleinen Belt ''Hart am Wind'' segelnd, in einem Schlag zur kleinen Insel Lyö.
Die Crew der Matariki, Agnes und Thomas erwarten uns bereits zum Anlegerdrink und laden uns auch noch gleich zum Abendessen auf ihreR SIRIUS ein. Während sie das Essen vorbereiten, gehen wir zu Fuss die Insel erkunden, schauen uns das alte Dorf Lyö-By an. Den gemütlichen Abend verbringen wir bei einem guten Essen und guter Unterhaltung an Bord der Matariki. Die Insel hat einen unglaublichen Charme, wir kommen wieder.
Das Wetter hat sich geändert, es ist kühl, regnerisch und windig (13 - 16 Knoten Normalwind und Böen bis zu 25 Knoten und soll so die nächsten Tage auch bleiben). Für uns bedeutet dies, heute noch weiter nach Assens zu segeln und dort am 5. Juni einen Hafentag (mit waschen, Boot reinigen, kleine Unterhaltsarbeiten) einzulegen.
Nach Assens folgt ein weiterer schöner Tag im kleinen Belt (wo uns, speziell, ein Segelschiff namens Nele entgegen kommt).
Wegen schwachem Wind können wir nur wenig segeln.
Den Tag beenden wir im Hafen von Bogense an der Nordküste von Fünen.
Wir fühlen uns im Hafen fast ein wenig verloren, mit 760 Liegeplätzen ist er für uns viel zu gross, erinnert uns ans Mittelmeer.
Wir sind nun wieder im Kattegat angekommen. Kleine Inseln gibt's auf der dänischen Seite keine mehr, die Distanzen werden wieder länger und (vor Allem) bestimmen die Stärke und die Richtung des Windes die Route und die Anzahl der Hafentage.
Unser erster Stopp, die Insel Samsœ erreichen wir nach knapp 35 Meilen, am Nachmittag von Regen-schauern begleitet. Wir liegen im Hafen von Ballen im Südosten der Insel und haben geplant 2 Nächte hier zu bleiben, Wind, Böen und das regnerische Wetter machen jedoch 4 Nächte daraus.
Dank Mietvelo's sind wir mobil, wir schauen uns einen Teil der Insel an, besuchen das Falkecenter von Samsœ (falkecenter.dk), welches eine sehr gute Flugschau mit Falken, Horneulen und Adlern zeigt. Daneben, Cafestopps, Weinbar's und Restaurantbesuche oder auf der Nele im Trockenen sitzend, lesen, schreiben und selber kochen, dann ist die Menüauswahl als in Restaurant's in Dänemark grösser.
Ein sich abzeichnendes Wind- und Wetterfenster nutzend, geht es von Samsœ aus weiter.
Wir sind dabei jeden Tag jeweils 7 bis 9 Stunden unterwegs und starten am Morgen immer etwa um 06.00 Uhr.
In den ersten 2 Tagen stoppen wir in Grena (die Begeisterung hält sich in Grenzen) und in Hals (nicht viel mehr als ein Ort zum Übernachten).
Am 3. Tag segeln wir zur Insel Læsø in den Hafen von Vesterö.
Dabei hat sich auf diesen 3 Tagen das Wetter nicht ganz an die Vorhersage gehalten......, der erste Tag hat noch gepasst, am Zweiten mehr Wind und Wellen als angekündigt und bei der Ankunft in Hals starke Böen im Hafen. Am dritten Tag mehr als genug Wind, Böen und schlechte Wellen von hinten. Zudem holt uns kurz vor der Ankunft auf Læsœ eine Regenfront ein, frisch geduscht und mit sauber gewaschenen Schiff erreichen wir den Hafen.
Bilder der vergangenen Tage:
Læsœ im Kattegat in der Mitte zwischen Dänemark und Schweden liegend, ist bekannt für den Fang von  Jomfruhummern und einer Salzsiederei, welche auch heute noch nach der alten Methode zur Salzgewinnung betrieben wird. Als interessierte Touristen sind wir am Abend gleich ins Restaurant
Hummerens Hus (hummerenshusrestaurant.dk) gegangen um die Spezialität der Insel einmal auszuprobieren.
Zuerst; Jomfruhummer - sind keine Hummer Kaisergrantgarnelen oder Langusten, aber trotzdem sehr zu empfehlen.
Mit einem regnerischen, windigen Sonntag und einem Montag mit Starkwind und ruppigen Böen bleiben wir die ersten 2 Tage im Hafen von Vesterö..
Besuch der Salzsiederei ( laesoesalt.com ), gut gemacht jedoch leider Führungen nur in dänisch.

Am letzten Tag auf der Insel machen wir uns auf die Suche nach alten Häusern, welche mit Seetang gedeckt sind.

Die Dächer dieser Häuser werden seit über 400 Jahren mit Seetang und Treibholz gedeckt und sind nur auf dieser Insel zu finden. Von ursprünglich über 300 Häuser stehen heute noch 33 Stück. Diese werden heute laufend unterhalten und restauriert.

Die Überfahrt nach Schweden verschieben wir wegen der Windverhältnisse noch um einen Tag. Nach ziemlich genau 4 Wochen sind wieder im Schärengarten vor Göteborg auf der Insel Donsö gelandet. Wo wir im Mai noch praktisch die einzigen im Hafen waren, sind die Plätze jetzt bereits gut besetzt. An den Längsstegen  liegen die Schiffe teilweise schon zu dritt im ''Päckli''. Vor den am Wochenende statt findenden Mittsommardagen besuche ich in Göteborg zur Abwechslung mal eine Zahnärztin. Nach einer guten halben Stunde und einem Zahnnerv weniger, sollte mich jetzt mein Weisheitszahn in Ruhe lassen.....
Zurück im Hafen sind wir eingeparkt und Yachten. Die Schweden feiern von Donnerstag Abend bis Sonntag ihren Midsommar, da in der Umgebung von Göteborg alle Häfen und Carinas voll sind, bleiben wir bis zum Sonntagmorgen in Donsö.

Wir starten am Sonntag, mit Ziel am Dienstag in Henån zu sind, von Donsö durch den Schärengarten von Bóhuslan, nach 2 Stopp’s (Marstrand und Gullholmen) sind wir am Dienstag zurück in Henån. Hier werden wir unser Boot für ca. 6 Wochen im Hafen unser Winterwerft lassen. Während der schwedisch-, norwegischen Hochsaison lassen wir die Seglerei sein und steigen um in unseren Camper um Norwegen mal von der Landseite zu erkunden. Wieder auf die NELE kommen wir dann in der ersten Hälfte August (dann ist die Rushhour vorbei und auch für Segelboote hat es wieder Platz…).

Nach Schiff putzen und räumen, den Camper einräumen, geht es auf der Strasse weiter.

Endlich wieder Stoppschilder und Rotlichter, Verkehrsstau’s………..; ein andere Art zu reisen.
Da Eva für ein paar Tage nach Hause geht, fahren wir zum Flughafen Oslo.. Bis Eva anfangs Juli wieder von der Schweiz nach Bergen fliegt, habe ich ein paar Tage Zeit um durch Südnorwegen an die Westküste zu fahren.

Einer meiner Stopps ist in Heddal, dort steht noch eine der ältesten und grössten Stabskirchen von Norwegen. Beeindruckend und interessant.
Einen besseren Eindruck als von meinen Bildern bekommt Ihr über folgenden Link:
heddalstavkirke.no
Die Fahrt geht weiter entlang des Telemarkskanalen, einer traumhaften Landschaft und endet in Lillesand an der Südküste von Norwegen..
Idyllisch gelegenes Dorf "Lillesand" am Beginn des Blindheia - Kanals und einer der wenigen Hafen, in welchem ich bis jetzt noch nicht gewesen bin.....
Bleibe 2 Nächte hier und geniesse das sommerliche Wetter bei Temperaturen über 25 Grad (schon fast warm....).
Eindrücke aus Lillesand
Mit dem Plan zuerst ans Cap Lindesnes und als Etappenziel Stavanger starte ich am Morgen. Das Leuchtfeuer Lindesnes mal von der Landseite her zu sehen ist einen Besuch wert. Kurz nachdem ich wieder auf der Hauptstrasse nach Stavanger war, hat sich mein Plan geändert. Fahre aus einem Tunnel und stehe auf einer Brücke im Stau. Nachdem ich nach fast einer Stunde immer noch auf der Brücke stehe und auch keine Fahrzeuge entgegen komme, suche ich im Internet nach der Ursache und einer Lösung. Ursache: ein paar km weiter auf der Strecke ein Unfall. Prognose: Strasse bis gegen 19.00 Uhr gesperrt, also noch etwa 6 Stunden (!). Suche und finde eine Alternative (+ 100 km) auf einer Nebenstrasse und ändere meine Route. Soweit so gut, nach etwa 70 km steht ein Schild an der Strasse mit dem Hinweis, dass auf restlichen Strecke einer der Tunnel's bis zum 20. Juli gesperrt ist (!)
Somit die nächste Änderung (diesmal klappt es) und gegen 16.00 Uhr bin ich dann in Stavanger, jedoch noch nicht am Ziel, 200 m vor der Einfahrt zum Camping ist die Strasse wegen eines Rad -rennen gesperrt, also nochmal eine halbe Stunde warten und dann habe ich mein Etappenziel er-
reicht. Motto des Tages: ''Wer eine Reise tut, hat etwas zu erzählen''
Stavanger; habe vor etwa 20 Jahren schon einmal im Hafen gelegen und letztes Jahr anno 25 - 2 Mal an der Stadt vorbei gesegelt aber nie Zeit und Gelegenheit gehabt, die Stadt anzuschauen. Schaue mir 2 Tage lang die City und einige der Museen an, darunter sehr zu empfehlen:
iddis.no
In einem Gebäude 2 Museen mit den Themen ''The Norwegian Printing'' (Museum über Buch- und Printmedien) und ''The Norwegian Canning'' (Museum der Geschichte der Norwegischen Fisch -konserven - Industrie). Toll gemacht, jederzeit einen Besuch wert.
norskolje.museum.no
Top - Museum in einem speziellen Gebäude über die norwegische Offshore - Industrie. Zeigt die Entwicklung der Industrie, geht aber auch auf die, nicht nur positiven, Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft ein.
Radwege in Stavanger;
Perfekt ausgebaut mit eigenen Tunnels, Markierungen wie für Auto's und guter Beschilderung wo es hingeht.
Zum Abschluss Monats Juni noch ein paar Impressionen aus Stavanger
Fazit.
Auch im Juni sind wir vom Regen mehr oder weniger verschont geblieben, der Monat war bis auf die letzten paar Tage eher zu kühl (lieber zu kühl, als wie in der Schweiz viel zu heiss.....).
Nach langer Zeit wieder in Dänemark zu segeln war toll,, aber bereits ab Mitte Mai sind die Häfen schon gut ausgebucht. Das Gleiche gilt auch für die schwedische Küste. Deshalb sind wir auch auf den Camper umgestiegen. Wie es in der Hochsaison auf den Campingplätzen in Norwegen zu und her geht, könnt ihr mitverfolgen auf den nachfolgenden Zeilen.. Ende nächsten Monat ist es hier nachzulesen. Wir sind gespannt.

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