Auf dem Weg nach Bergen mache ich einen Halt in Odda am Hardangerfjord, da ich mir noch das Kraftmuseum (kraftmussset.no) anschauen will, ein Museum in einer historischen Turbinenhalle, in welcher noch viele der Originalturbinen (auch aus der Zeit, als Maschinen von Escher & Wyss, Zürich und Pelton, Genf noch gefragt waren) stehen.
Hole Eva bei typischem Bergenwetter (kühl und Regen) am Flughafen ab. Wir bleiben noch einen Tag in der Stadt und finden, obwohl wir schon einige Male hier waren, immer wieder Neues und Sehenswertes. In Bergen unbedingt zu anzuschauen: Das alte historische Quartier und das Hanseviertel Bergen Brygge; und für mich immer ein Highlight das Museum der Universität Bergen ; https://universitetsmusset.no
Zum kleinen Bild mit dem Reisebus; haben wir in Bergen auf dem Campingplatz entdeckt: Die ultimative Art individuelle Campingferien zu verbringen: Auf dem Dach 2 Reihen x 6 Zelte = 12 Zelte x 2 Personen = kleine Gruppe von 24 Reisenden... Falls jemand interessiert ist, nachfolgend der Link des Veranstalters: www.daltus.de
Wir starten unsere Reise _ immer noch bei typischem Bergenwetter (Regenschauer und etwa 10°), mit dem Camper in Richtung ''Hoher Norden''. Von Bergen aus nehmen wir eine Route, welche nicht die Schnellste / die Kürzeste ist, jedoch an vielem Sehenswertem vorbeiführt (für allfällige Nachahmer unbedingt empfehlenswert). Hier einige der Eckpunkte dieser Strecke; Bergen - Voss - Øvre Ardal - Krossbu -Lom - Dombás- Oppdal - Trondheim - Steinskjer - Mosjœn - Saltstraumen - Bognes.
Von Bergen aus erreichen wir Bognes - von hier geht eine nicht stark frequentierte Fähre (die Andern sind die nächsten 10 Tage bereits ausgebucht ..) zu den Lofoten. In Bognes ist gar NICHTS) und wir sind seit Bergen jetzt in den letzen 5 Tagen etwa 1'700 km gefahren. (Anmerkung zum Fahren in Norwegen; kurvig, eng, hoch in die Berge und wieder runter in die Fjorde, dies bedeutet etwa eine Reisegeschwindigkeit von 45 - 50 km/h (mit einem Camper schon fast sportlich) oder mit Sightseeing und Pausen etwa 250 bis 300 km pro Tag ..) Für diese Strecke haben wir 5 Tage gebraucht und haben dabei, wie die nächsten Bilder zeigen, einiges gesehen ;
Sognefjellet; Baumlose, karge und einsame Ebene auf ca. 1300 M.ü.M.
In der Nähe der Juvasshytta besuchen wir das Center Clima 2469, die hauptsächlich über die Auswirkung der Klimaerwärmung informiert, die Führung endet in einem Eistunnel
Wir passieren die Grenze zu Nordnorwegen und später den Polarkreis. Von jetzt an sind wir im Bereich der Mitternachts-sonne, dies bedeutet die Sonne geht in der Nacht nicht mehr unter den Horizont.
In der Gegend häufig zu sehen, Häuser welche mit Erde bedeckt sind. Die Begrünung ist der Natur überlassen, es können mit der Zeit Gras, Sträucher und auch kleine Nadelbäume darauf wachsen.
Salttraumen Dies ist kein Fluss, sondern eine Meeresmenge in der Nähe von Bodø. Durch diese Meerenge fliesst bei jeder Ebbe / Flut der stärkste Gezeitenstrom der Welt. Bei jeder Gezeit strömen bis zu 400 Millionen m3 Wasser durch die Enge. Dabei können Geschwindigkeiten bis zu 20 km/h erreicht werden, zudem können sich Wirbel mit bis zu 10 Meter Durchmesser und 4.50 m Tiefe bilden. Interessantes Spektakel, welches gut vom Land aus zu sehen ist.
Strömungsgebiet
In Bognes (in der Nähe von Narvik verlassen wir das Festland von Norwegen und nehmen die Fähre auf die Lofoten - für Statistiker:; Basel - Henán: 2'100 km Henån - Bergen: 1'400 km Bergen - Bognes oder Lofoten: 1'700 km oder total: 5'100 km und etwa 3 Wochen Reise (Übrigens. man trifft / spricht mit Reisenden, die machen CH oder D bis ans Nordkapp sportlicher (noch etwa 1'000 km weiter und wieder zurück nach Hause in 3 bis 4 Wochen) - viel Spass dabei.........
Eine Anmerkung zur Mitternachtssonne: der letze Sonnenaufgang war am 26. Mai 2026, der nächste Sonnenuntergang wird am 17. Juli 2026 sein, in diesen ca. 7 Wochen geht auf den Lofoten die Sonne nicht mehr unter am Horizont.
Auf den Lofoten / Vesterålen; Nach einer Stunde Überfahrt mit der Fähre erreichen wir Lodingen und bleiben am ersten tAg auf den Lofoten direkt neben dem Fahrhafen auf einem gemütlichen Stellplatz. Die Lofoten empfangen uns mit windigem, bewölktem Wetter..
Wir reduzieren unser Reisetempo und fahren jetzt gemütlich (ohne grosse Distanzen) von Ort zu Ort und geniessen die Landschaft oberhalb des Polarkreises bei frischen Temperaturen und (leider) unbe-ständigem und regnerischem Wetter. Die ersten paar Tage verbringen wir auf den Vesterålen, die Inseln nordwestlich der Lofoten. Wir schauen uns die Inseln Andøya, Langøya und Hadseløya an. Dabei fahren wir durch eine spektakuläre Landschaft, teilweise rauh mit hohen steilen Bergen und kurz danach wieder menschenleere, weisse Sandstrände ohne Badegäste --- zu kalt !!. Von Zeit zu Zeit einzelne Häuser und kleine Ortschaften, trotz der vielen Campingbusse und Wohnwagen finden wir jedoch immer und überall Platz.
Impressionen von den Vesterålen
Was die letzten paar Tage nicht gepasst hat und gemäss den gängigen Wetterberichten so bleiben wird, ist das Wetter; > die Sonne zeigt sich ganz selten und nur kurz, es regnet und nieselt viel und bei den sonst schon kühlen Temperaturen hilft der teilweise stürmische Wind auch nicht viel. Gegen Mitte Monat nehmen wir in Melbu die Fähre über den Hadselfjorden und landen auf den Lofoten. Wir haben uns entschieden noch ein paar Tage auf den Lofoten umzuschauen, dann jedoch auf dem Festland weiter südlich die Sonne und damit auch Temperaturen über 10° - 15° zu suchen.
Wie immer zieht es uns, wenn vorhanden, in Museen und Ausstellungen. In dieser Region von Norwegen können wir Euch einige besonders empfehlen: In Stormarknes das Hurtigruten - Museum (www.museumnord.no oder www.hurtigruten.com
(wenn wir so die letzten Bilder anschauen, sehen wir keinen Unterschied zu unserem Schiff; Schraube, Salon und Küche, haben wir Alles auch...)
In Kabelvåg das erst Ende Juni 2026 eröffnete Skrei - Museen (www.museumnord.no)
In ''Å in Lofoten'' das Torskviskmuseet und das Norwegian Fishing Village (www.museumnord.no)
Nach 10 Tagen verlassen wir die Lofoten mit der Fähre Moskenes - Bodø in Richtung norwegisches Festland. Für die Rückreise nach Schweden wählen wir für die erste Teilstrecke die RV 17, den sehenswerten Weg entlang der Küste, wobei immer wieder Fähren (mit Überfahrten von bis zu 1 Stunde ungefähr 6 Fähren) benutzt werden müssen. Landschaftlich spektakulär mit vielen steilen Bergen und Fjorden.
Weniger spektakulär ist diesen Monat das Wetter im Norden von Europa. Während das stationäre Hoch über Mitteleuropa für Trockenheit und Hitzewellen sorgt, steht in Nordeuropa ein Tiefdruckband, welches sich nicht bewegt. Das sorgt bei uns schon seit bald 3 Wochen für unstetes, kaltes Wetter (6° bis 12°) und viel Regen. Der Ausblick für die nächsten Tage zeigt auch keine Besserung.........
Einige Eindrücke auf unserem Weg nach Süden: Svartisen - Gletscher, einer der wenigen Gletscher in Europa, welcher fast bis in das Meer/Fjord hinunter reicht. Auf der Grafik gut zu sehen, wie sich auch hier die Eismassen zurückbilden.
Bucht von Tjøtta, kurz vor dem grossen Regen.....
Museum Peter Dass (Priester und Dichter) Interessantes Gebäude (Ausstellung jedoch nichts für uns...)
Wir verlassen den Küstenweg und besuchen zwei Tage die Insel Vega. Sehenswert für uns ist die Vegatrappa (ca. 2'000 Stufen / 430 m Höhenunterschied) und das Museum ''Verdensarv'' oder ''Vega World Heritage Center'' , Info's unter (https://www.verdensarvvega.no)
Mit der Fähre verlassen wir die Insel Vega. Eines unserer nächsten Ziele ist der Berg ''Trollhatten'' in der Nähe von Brønnøysund. Mit knapp 250 m.ü.M. nicht sehr hoch, mit einem Loch (ca. 35 m hoch und 160 m lang) in der Mitte jedoch speziell. In einer guten 1/2 - Stunde zu Fuss und dabei weiteren 640 Stufen hinauf und wieder hinunter lässt sich dieses Naturschauspiel aus der Nähe betrachten. Wer sich für die Sage, wie das Loch entstanden ist, interessiert, schaut am besten auf de.wikipedia.ord oder auf einer norwegischen Seite nach.
Einen weiteren Halt (auch weil unser Camper wieder ein- mal kurz in die Garage muss) machen wir in Trondheim. Unbedingt anzusehen ist die Kathedrale
Auch sehenswert ist das ''Nye Horten Teater", mit sehenswerter Architektur und schönem Innenleben.
Zu einer Vorstellung hat es nicht gereicht, für den Barbesuch schon......
Wir verlassen die Küstenstrassen und fahren im Landesinneren weiter. Auf dem Weg südwärts schauen wir uns Røros an. Eine alte Minenstadt (Abbau von Kupfer), welche zu den ältesten Holzstädten in Europa gehört und heute zum Weltkulturerbe zählt.
Eine kurze Wanderung im Dovrefjell Nationalpark führt uns zum ''Viewpoint Snøhetta, einer Berg- / Schutzhütte mit Aussicht auf den gleichnami-gen Berggipfel.
Sehr tolles Gebäude Eine Seiten ist voll verglast, die Aussicht = wirklich spektakulär.
Am Vormittag laufen wir ein Stück im Nationalpark und sehen uns um nach Moschusochsen (gehören eigentlich zur Gattung der Ziegen), schön angelegter und markierter "Musk Ox Trail". Wir haben kein Glück, weit und breit keine Ochsen, entschädigt werden wir jedoch mit traumhaften Landschaften auf ca. 1'000 m.ü.M.
Am letzten Tag des Monats sind wir in Lillehammer und haben (und lange darauf ge- wartet) endlich wieder einmal Sonnenschein und für uns schon bald (zu) heisse 20°.
In Lillehammer erkunden wir die Stadt und diverse Museen; -Olympiamuseum -Geschichte Norwegens Freiluftmuseum (Ballenberg 2)
Fazit Die Westküste von Norwegen ist eine Reise wert. Die Fjordlandschaft, die kargen Hochebenen und die der Küste vorgelagerten Inseln, vor allem die Lofoten und Vesterålen haben unsere Erwartungen übertroffen. Viele Möglichkeiten wandern zu gehen oder mit dem Fahrrad Sehenswürdigkeiten zu besuchen, tolle, interessanten Museen und Ausstellungen. Zu heiss und zu trocken (wie in der der Schweiz) war es dem ganzen Monat nie, die in der Nacht nicht untergehende Sonne haben wir leider nicht gesehen. Never mind, auch dieses Wetter hat seinen Reiz und zudem gibt es kein schlechtes Wetter nur unpassende Kleidung......... Neues, oder was wir im August unternehmen werden, gibt es in spätestens einem Monat wieder auf unserer Webseite.